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Transport-Lösung
Dekarbonisierung: Welche alternative Energie für Ihre Lkw?
Feb. 3 2026
Der Straßengüterverkehr steht vor noch nie dagewesenen Herausforderungen. Wachsende Umweltvorschriften, die Ausbreitung von Umweltzonen und die Forderung der Kunden nach einer nachhaltigeren Logistik zwingen die Spediteure dazu, die Art und Weise, wie sie ihre Flotten betreiben, zu überdenken. Gleichzeitig ist der Wettbewerb hart, die Betriebskosten steigen, und das Gleichgewicht zwischen Rentabilität und Nachhaltigkeit war noch nie so komplex wie heute.
Wir bei Renault Trucks sind davon überzeugt, dass die Dekarbonisierung keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist - für unseren Planeten, für die Gesellschaft und für die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens. Seit 2010 haben wir massiv in alternative Energielösungen investiert und produzieren seit 2020 in unserem Werk in Blainville-sur-Orne, Frankreich, Elektro-Lkw in Serie.
Aber welche alternative Energie sollten Sie für Ihre Tätigkeit wählen? Diesel, Biokraftstoffe, Gas, Wasserstoff, Strom... jede hat ihre eigenen Vorteile und Einschränkungen. Lassen Sie uns die Möglichkeiten erkunden und herausfinden , wie Renault Trucks Sie bei der Entscheidungsfindung unterstützen kann.
Überblick über die heute verfügbaren Energien für Lkw
Diesel: eine Technologie im Aussterben
Diesel-Lkw sind heute noch weit verbreitet und bieten eine hohe Autonomie und eine etablierte Infrastruktur. Fossiler Diesel ist jedoch für hohe CO₂-Emissionen verantwortlich und wird nach und nach vom Markt verschwinden. Regulatorischer Druck, steigende Kraftstoffkosten und die Ausweitung der Umweltzonen werden diesen Übergang beschleunigen. Für Spediteure ist es eine kurzfristige Lösung mit begrenzten Zukunftsaussichten, heute auf Diesel zu setzen.
Biokraftstoffe: eine Übergangslösung
Biokraftstoffe wie B100-Biodiesel, HVO (hydriertes Pflanzenöl) oder synthetische Kraftstoffe aus Altöl oder forstwirtschaftlichen Rückständen können die CO₂-Emissionen im Vergleich zu fossilem Diesel um 65 bis 88 % senken. Sie sind mit bestehenden Verbrennungsmotoren kompatibel und damit für bestimmte Flotten eine erschwingliche Option.
Vorteile:
- Sofortige Senkung des CO₂-Ausstoßes ohne größere Veränderungen an den Fahrzeugen.
- Verfügbar für Schwerlast- und Langstreckenanwendungen.
Beschränkungen:
- Begrenzte Mengen aufgrund von Einschränkungen in der Landwirtschaft und bei den Rohstoffen.
- Risiko der Konkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion und der Abholzung von Wäldern (bei Biokraftstoffen der ersten Generation).
- Nur ein kleiner Teil der Lkw-Flotte (" 1 %) könnte bis 2050 mit reinem Biodiesel versorgt werden, und zwar nur in Fällen, in denen batterieelektrische Fahrzeuge nicht möglich sind, da Biodiesel-Lkw höhere Gesamtbetriebskosten aufweisen.
Gas und Biogas: wird hauptsächlich für Kraftwerke und die Schifffahrt verwendet, für Lkw spielt es nur eine untergeordnete Rolle.
Erdgas (CNG/LNG) reduziert die CO₂-Emissionen im Vergleich zu Diesel nur um 5 %, was im Rahmen der Dekarbonisierung nicht ausreicht. Mit Biogas, das aus Haushalts- oder Landwirtschaftsabfällen gewonnen wird, können die Emissionen jedoch um bis zu 70-75 % gesenkt werden.
Vorteile:
- Ausgereifte Technologie mit einer Betankungszeit von nur wenigen Minuten.
- Fahrzeugreichweiten von bis zu 800 km.
- Kompatibel mit schweren und Langstreckenanwendungen.
Beschränkungen:
- Biogas ist in erster Linie für Wärmekraftwerke vorgesehen
- Begrenzte und kostspielige Biogaserzeugung.
- NOx-Emissionen machen es für Innenstädte ungeeignet.
- Methanlecks müssen streng kontrolliert werden (86-mal schädlicher als CO₂).
Wasserstoff: eine Lösung für Nischenanwendungen, wenn grüner Wasserstoff wahrscheinlich im nächsten Jahrzehnt verfügbar ist
Heute ist der meiste verfügbare Wasserstoff "grauer Wasserstoff", der aus fossilem Gas hergestellt wird, das 14 % mehr CO₂ als Diesel ausstößt. Die Zukunft liegt im "grünen Wasserstoff", der durch Elektrolyse mit erneuerbarem Strom hergestellt wird. Damit lassen sich die Emissionen im Vergleich zu fossilem Diesel um 62 % senken.
Vorteile:
- Hohe Autonomie, schnelle Betankung, geeignet für den Langstreckenverkehr.
- Wasserstoff-Brennstoffzellen treiben Elektromotoren an, die lokal keine Emissionen verursachen.
Beschränkungen:
- Die Technologie ist noch kostspielig und in der Entwicklung.
- Wettbewerb mit anderen Branchen (Stahl, Chemie, Energiespeicherung).
- NOx-Emissionen in Wasserstoffverbrennungsmotoren.
- Die Verwendung von Wasserstoff im Straßenverkehr (direkt oder als E-Kraftstoff) wird nur in Fällen möglich sein, in denen ein batteriebetriebener Antrieb nicht möglich ist, da wasserstoffbasierte Kraftstoffe höhere Gesamtbetriebskosten aufweisen.
Elektrizität: die derzeit ausgereifteste Alternative
Die Elektromobilität ist die fortschrittlichste und wettbewerbsfähigste Technologie für städtische und regionale Anwendungen. Mit dekarbonisiertem Strom lassen sich die CO₂-Emissionen in Europa im Durchschnitt um 55 %, in Ländern wie Frankreich sogar um bis zu 80 % reduzieren.
Vorteile:
- Keine lokalen Emissionen (CO₂, NOx, Lärm).
- Ideal für städtische Lieferungen, Müllabfuhr, regionale Verteilung.
- Geringere Gesamtbetriebskosten (TCO) als bei Dieselfahrzeugen für den Einsatz in Städten bis 2025.
- Fahrkomfort, leiser Betrieb, leichterer Zugang zu Umweltzonen.
Beschränkungen:
- Anpassung der Logistikpläne für Reichweite, Nutzlast und Ladezeit.
- Vorfinanzierung von Lkw und Ladeinfrastruktur.
- Vorlaufzeit für den Netzanschluss.
Bis 2040 sollen rund 80 % der Lkw elektrisch oder mit Wasserstoff angetrieben werden. Der Straßenverkehr wird hauptsächlich auf energieeffiziente batterieelektrische Antriebe setzen und einen Teil des Bedarfs mit Biokraftstoffen und Wasserstoff decken.
Wie Sie die richtige Energie für Ihr Unternehmen wählen
Die Wahl der richtigen Energiequelle hängt von Ihrem Geschäftsmodell, Ihren Routen und Ihren betrieblichen Anforderungen ab. Die Experten von Renault Trucks unterstützen Sie bei dieser Entscheidung mit einem pragmatischen Ansatz.
- Langstreckentransporte(Hunderte von Kilometern pro Tag, begrenzte Betankungsmöglichkeiten): → Biokraftstoffe oder, in Zukunft, Wasserstoff-Brennstoffzellen. Biokraftstoffe können als Übergangsphase betrachtet werden, bis Elektro-LKW mit größerer Reichweite verfügbar sind und eine entsprechende Ladeinfrastruktur aufgebaut ist. Wasserstoff würde nur dort zum Einsatz kommen, wo eine batterieelektrische Umsetzung nicht möglich ist, oder lokal, wenn kostengünstiger überschüssiger Wasserstoff aus anderen Industrien zur Verfügung steht.
- Regionale Verteilung (< 400 km/Tag, Rückkehr zum Depot bei Nacht): → Batterieelektrische Lkw, die über Nacht an Industrieterminals aufgeladen werden. Städtische Lieferungen und Müllabfuhr (Stadtzentren, LEZ, Nachtlieferungen): → 100% elektrische Lkw - leise, sauber und bereits wettbewerbsfähig.
- Schwere Bauarbeiten oder gemischte Einsätze: → Kombination von Biokraftstoffen und Strom, je nach Strecke und Standort
Um die richtige Wahl zu treffen, bietet Renault Trucks Berechnungswerkzeuge wie den Reichweitensimulator an, der Routen, Lasten, Wetterbedingungen und Ladeanforderungen modellieren kann, um die am besten geeignete Energie zu ermitteln.
Regulatorische und wirtschaftliche Faktoren
Bei der Dekarbonisierung geht es nicht nur um Ökologie, sie ist eine regulatorische und finanzielle Realität:
Die Ziele der Europäischen Union:
- -15% CO₂ bis 2025
- -43% bis 2030 (im Vergleich zu 2019).
TCO-Entwicklung:
- Ab 2025 wird der Betrieb von Elektro-Lkw im städtischen Umfeld günstiger sein als der von Dieselfahrzeugen.
Geschäftliche Vorteile:
Zugang zu Umweltzonen, die in ganz Europa zunehmend restriktiver werden.
Renault Trucks unterstützt Sie bei Ihrer Energiewende
Die Dekarbonisierung Ihres Fuhrparks ist ein komplexer Prozess, der nicht improvisiert werden kann. Renault Trucks bietet Ihnen eine umfassende Unterstützung während des gesamten Lebenszyklus Ihrer Fahrzeuge:
- 360°-Expertise: Flottenanalyse, betriebliche Zwänge, Energiekostensimulation.
- Werkzeuge und Dienstleistungen: Reichweitensimulator, TCO-Rechner, Finanzierungslösungen, Infrastrukturberatung.
- Bewährte Erfahrung: Mehr als 600 Elektro-Lkw sind bereits auf der Straße, 8 Millionen gefahrene Kilometer, 7.500 Tonnen CO₂ eingespart (ab Juni 2023).
- Lokale Produktion: Die E-Tech-Baureihe von Renault Trucks wird in Frankreich, in Blainville, hergestellt.
- Synergieeffekte der Gruppe: Der Geschäftsbereich Volvo Energy entwickelt fortschrittliche Batterien, Brennstoffzellen und Kreislauflösungen (neue, gebrauchte und aufgearbeitete Batterien).
Unsere Aufgabe besteht nicht nur darin, Fahrzeuge zu verkaufen, sondern auch einen reibungslosen, rentablen und zukunftssicheren Übergang für Ihr Unternehmen zu gewährleisten.
Bis 2040 wird sich die Landschaft des Straßengüterverkehrs völlig verändern. Der Diesel wird verschwinden, Biokraftstoffe werden nur noch eine Nischenrolle spielen, und die überwiegende Mehrheit der Lkw wird mit Strom und Wasserstoff angetrieben werden.
Wir bei Renault Trucks haben diesen Weg bereits eingeschlagen, denn wir sind überzeugt, dass die Elektromobilität die nachhaltigste und wettbewerbsfähigste Lösung für die kommenden Jahre ist. Unabhängig von der Größe Ihres Unternehmens oder Ihrer Branche unterstützen unsere Experten Sie bei der Wahl der richtigen Energie, der Anpassung Ihres Fuhrparks und der Sicherung Ihrer Rentabilität während der Umstellung.